Geschichte des Schach-Spiels
Schach wird schon seit vielen Jahren gespielt. Schon vor dem 15. Jahrhundert wurde der Denksport ausgeübt. Die Familie des Schachs geht über den uns bekannten europäischen Schach hinaus. Spiele die dazu zählen sind zum Beispiel Shogis, Makruks oder Xiangqis. Der Vorläufer etlicher Schachspiele aus der entstand wahrscheinlich in Nordindien.
Ursprünglich wurde Schach Chaturanga genannt. Es war damals noch ein Vierpersonenspiel, welches über Persien weiter verbreitet wurde. Zu einer großen Reform der gesamten Schachspielregeln kam es im 15. Jahrhundert nach der Eroberung Persiens durch die Araber. Danach wurde das Spiel durch Erforschungen von vorwiegend europäischen Schachmeistern über mehrere Jahrhunderte weiter entwickelt.
Im Jahr 1616 brachte der Autor Gustavus Selenus das erste Lehrbuch zum Thema Schach heraus. Es wurde in deutscher Sprache gedruckt und trug den Namen „Das Schach- oder Königsspiel“. Die Sonderregeln aus dieser Zeit gelten kurioserweise noch bis ins 19. Jahrhundert im Schachdorf Ströbeck. Zu diese Zeit etwa galt der Schotte Alexander Cunningham als bester Schachspieler Europas.
In den darauf folgenden Jahren von 1730 bis 1780 erlebte das Schachspiel einen Höhepunkt. Die großen italienischen Theoretiker der „Schule von Modena“ namens Giambattista Lolli, Ercole del Rio und Domenico Lorenzo Ponziani brachten es zu einer Blütezeit des Schachs. Zeitgleich enstand in Paris, im Café de la Régence eine Schachszene. Diese löste die Vormachtstellung der Italiener im Schach ab. Die neuen großen Schachpersonen wurden François-André Danican Philidor, Legall de Kermeur und Verdoni.
Etwas aktueller wird der Schachsport im 19. Jahrhundert. Seit dem ist es ein Teil der Kultur des Bürgertums. Diese Kulturzugehörigkeit änderte den Spielstil und prägte das Turnierwesen sowie auch die Publizität des Schachspiels. Im Jahre 1851 begann die Tradition der Schachturniere. Das Londoner Schachtunier war das erste moderne Turnier. Bei einem Turnier 1886 spielten die damals besten Schachspieler Johannes Zukertort und Wilhelm Steinitz gegeneinander. Deshalb wird dieses als die erste Weltmeisterschaft im Schach angesehen. Schon damals kristallisierten sich einige Spieler durch Zweikampferfolge und Turniergewinne als stärkste Schachspieler.
Im Jahr 1924 gründete man dann den Weltschachbund mit dem Namen FIDE in Paris. Zwischen den Jahren 1945 und 1990 galt weltweit die Sowjetunion als dominante Schachnation. 1972 fand ein so genanntes „Match des Jahrhunderts“ statt. Es war ein Weltmeisterschaftskampf zwischen Boris Spasski und Bobby Fischer. Dieses Turnier führte zur großen Popularisierung des Brettspiels in den Industrienationen des Westens. Heute leistet die FIDE bedeutende Beiträge zur Förderung von Schach in den Dritte-Welt-Ländern.
Das neuste in der Entwicklung des Schachsports ist die Erfindung von Schachcomputern. Diese sind häufig den Menschen überlegen. Schachprogramme sind aber hilfreich bei der Partievorbereitung im Spitzenschach und beim Schachtraining.